Bewerbungsprozess Schritt 3: Von der Selbstanalyse zur Selbstpräsentation

Sinn der Übung

  • Ziel der Selbstanalyse ist es, dass sie ein klares Bild ihrer Person bezüglich ihrer Eigenschaften, Fähigkeiten, Kenntnisse und Ziele entwickeln. 
  • Das Ausarbeiten Ihrer Stärken und Schwächen mit Bezug auf die ausgeschriebene Stelle ist ein zentraler Bestandteil. Diese Frage wird von den meisten Bewerbern strategisch falsch angegangen
  • Das Ausarbeiten Ihrer Kompetenzen (Fachkompetenz, Verhaltenskompetenz, Persönlichkeit) ist Grundlage für eine gute Selbstpräsentation.
  • Die Selbstpräsentation ist Ihr Profil, sprich roter Faden für das Vorstellungsgespräch, auf das Sie immer wieder zurückgreifen. 
  • Die Selbstanalyse und die Selbstpräsentation muss an jede Bewerbung angepasst werden, da die Selbstpräsentation das Kernelement für die Passung darstellt. 

Bekannte und unausgesprochene Regeln, die einzuhalten sind:

Häufig können Bewerber ihre Stärken und Schwächen nicht eindeutig benennen. Da es sich um ein Bewerbungsgespräch handelt, nehmen Sie bei der Beschreibung Ihrer Stärken und Schwächen immer Bezug auf die in der Stellenbeschreibung geforderten Kompetenzen.

Dabei gilt für Stärken:

Wählen sie eine Fachliche und eine Soziale Kompetenz die sie als Stärke bei sich sehen, die für die zu besetzende Stelle gefordert wird und eines der ausschlaggebenden Kriterien ist. Untermauern sie die Stärken gleich mit Beispielen aus ihrer beruflichen Praxis.

Dabei gilt für Schwächen:

Die Frage nach der Schwäche ist gleichzusetzen mit der Frage „Welche der geforderten Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen decken Sie nicht wie in der Anzeige gefordert ab“. Die Personaler wollen sehen, ob sie über eine Selbstreflexion verfügen, Ihre  Schwächen selbst erkennen und dies auch zugeben können. Wichtig hierbei ist, dass sie gleichzeitig eine Lösungen anbieten. (Es werden nur die fachlichen Schwächen erwähnt, die relevant für die Stelle sind).

Bsp.: In der Anzeige sind sehr gute SAP-Kenntnisse gewünscht, sie würden ihre Kenntnisse aber nur mit gut bewerten, bieten aber an diese durch Schulungen auf den aktuellsten Stand zu bringen.

Je höher Sie in der Hierarchie sind, umso wichtiger ist Ihre Soziale Kompetenz (Verhaltenskompetenz). Da die Personalabteilung in der Regel keine Kompetenz besitzt Sie über ihre fachspezifischen Kenntnisse zu befragen müssen Sie denen gegenüber mit Ihrer Sozialkompetenz und Persönlichkeit überzeugen. Das „Posen“ mit unverständlicher Fachsprache Personalern gegenüber, wird wahrscheinlich Ihr K.O. bedeuten.

Meine Selbstanalyse

Je höher sie im Unternehmen in der Hierarchie stehen wollen, je bedeutender sind die Verhaltenskompetenz (Soziale Kompetenz und Methodenkompetenz) und die eigene Persönlichkeit.

Aufgrund Ihrer Fachkompetenz werden sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen, aufgrund Ihrer im Vorstellungsgespräch bestätigten Sozialkompetenz und Persönlichkeit werden Sie eingestellt!

Erarbeiten Sie anhand der nachfolgenden Grafik Ihre ganz persönliche Kompetenz-Pyramide um im Vorstellungsgespräch zu überzeugen!

Fachkompetenz (fachliche Qualifikation):

Zur Fachkompetenz gehören Erfahrungen, Fertigkeiten und Wissen das durch Theorie und Praxis erworben wurde. Fachkompetenz gilt bei Fragen stets als Stärke , wenn sie einen Bezug auf die vakante Stelle herstellen können.

Um Sie dabei zu unterstützen, Ihre fachlichen Qualifikationen herauszuarbeiten, haben wir für die wesentlichen Bereiche Fragen für sie zusammengestellt.

Diese Fragen sollten ihnen helfen, die fachlichen Qualifikationen für sich herauszuarbeiten, die für Ihre angestrebte Tätigkeit von Bedeutung sind und Sie für die entsprechenden Unternehmen interessant macht.

Prüfen Sie alle Fähigkeiten und Kenntnissee über die sie verfügen auf die Bedeutung für Ihren Berufswunsch.

Verhaltenskompetenz (überfachliche Qualifikation)

Dazu gehört ihr Führungsstil, Ihre Problemlöse-Kompetenz, Ihre Kommunikationsfähigkeit, sowie das Thema Arbeitsorganisation und Projektmanagement-Kompetenz. Ein Großteil der Verhaltenskompetenz bezieht sich auf das Thema Soziale Kompetenz im beruflichen Kontext.

Allgemeine Zeichen von guter Verhaltenskompetenz sind z.B.:

  • Wissen teilen (versus Wissen bunkern)
  • Gemeinsame Ziele verfolgen (versus Eigenbrödlerei)
  • Art der Zusammenarbeit mit dem internen bzw. externen Kunden (d.h. Termine einhalten, Änderungen und Verzögerungen rechtzeitig Kommunizieren, Qualitätsversprechen einhalten, Verlässlichkeit)
  • Auch mal nach Feierabend mit Kollegen / Kunden etwas unternehmen (Sport machen, Bier trinken gehen) – Networking
  • Immer noch gute Kontakte zu ehemaligen Kollegen pflegen

Was macht eine gute Führungskraft aus? (Laut Warren Bennit)

Als wesentliche Erkenntnis stellt er fest, dass es nicht den perfekten Stil gibt. Führer müssen ihren eigenen Führungsstil entwickeln. Trotzdem wurden einige wesentliche Gemeinsamkeiten herausarbeitet:

Zeichen von guter Führungskompetenz sind:

  • Man benötigt eine Vision, um den Geist zu konzentrieren. (Management der Aufmerksamkeit )
  • Man muss die Vision vermitteln können. (Management von Bedeutungen)
  • Man muss konsistent und glaubhaft sein. (Management von Vertrauen)
  • Man muss sich seiner eigenen Schwächen bewusst sein. (Management des Selbst)

Führer müssen in der Lage sein …

  • Kritik zu akzeptieren, wenn sie berechtigt ist
  • sich zu verändern, wenn das notwendig ist und
  • trotzdem weiterzumachen

Um erfolgreich zu sein, müssen Teams …

  • einen gemeinsamen Traum haben
  • Mitglieder haben, die bereit sind, ihren persönlichen Traum dem gemeinsamen unterzuordnen
  • junge Mitglieder haben, die bereit sind, lange zu arbeiten
  • Schutz haben vor den „Anzügen“ (dem Führungs-Management)

Persönlichkeit

Ihre Lebeswerte, Ihre Leistungsmotive und die anderen aufgeführten Werte sollten zu den Erwartungen des Unternehmens passen.

Viel Erfolg bei der Ausarbeitung der eigenen Pyramide wünscht

Monika Hoyer

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Gerne untestütze ich Sie bei Ihrem Bewerbunsprozess.

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